Textile Werbemittel Werbeanbringung, Druck-, Stick-, und Veredelungstechniken
Die Bestickung ist ein sehr hochwertiges Verfahren zur Veredelung von Textilien. Der Preis ist hierbei von der Motivgröße (Anzahl der Stiche je Motiv) abhängig. Nicht alle Motive eignen sich zum Besticken. So sind filigrane Stickerei-Motive nur schwer umzusetzen, generell soll das Stickmotiv eine kleinste Buchstabenhöhe von ca. 5 mm haben. Die Farbigkeit (Anzahl Stickfarben) ist bei der Stickerei im Gegensatz zum Textildruck nicht relevant. Je nach Einstellung des Stick-Programms kann auch ein sehr schöner 2D Effekt erzielt werden. Vorteil bei der Textil-Stickerei ist, dass Sie die Stickkarte nur einmal bezahlen müssen und diese immer wieder für Ihre Folgeaufträge verwendet werden kann. Um einen besseren Halt zu erhalten und ein Verzerren der Stickerei zu verhindern, wird eine Bestickung häufig mit einem Stick-Vlies unterlegt. Für Wappen oder Fan-Aufnäher gibt es auch Stickerei-Applikationen. Diese haben den Vorteil, dass der Hintergrund nicht voll ausgestickt werden muss, sondern auf textiles farbiges Trägermaterial gestickt wird.Weblabel oder Web-Drucklabel sind noch nicht sehr weit verbreitet, aber sehr gut einzusetzen, wenn man mit der klassischen Textil-Stickerei nicht mehr weiterkommt. Her lassen sich feine kleine und vielfarbige Motive als Weblabel optimal umsetzen. Bei bedruckten Weblabeln werden sogar 4-farbige Euroskala-Drucke gestochen scharf auf kleinster Fläche wiedergegeben. Diese werden je nach Art aufgenäht oder aufgebügelt.
Diese Art von textiler Werbeanbringung ist sehr effizient und hat Stil. Ebenso werden hierbei eigene Nackenlabel nach Ihren Vorgaben gefertigt und gewebt. Diese werden dann von unserer Textil-Schneiderin auf bestehende textile Lagerware wie T-Shirts umgelabelt. So erhalten Sie Ihr eigenes textiles Produkt mit Ihrem Label in kleiner Auflage produziert.
Beflockung: Hierbei gibt es zwei Verfahren. Bei dem komplizierteren, dem direkten Flock-Druck-Verfahren, werden in einer Beflockungsmaschine Millionen kurzgeschnittener Fasern in einem elektrischen Feld auf das vorher mit Klebstoff versehene Werbemittel aufgebracht. Die Anbringung des Klebstoffs erfolgt entsprechend der Form des Motivs. Durch die elektrischen Feldlinien stehen alle Fasern senkrecht und ergeben eine samtähnliche Oberfläche, die durch den Klebstoff sehr strapazierfähig und abriebbeständig ist. Entsprechend der gewählten Faserlänge (0,5 - 1,0 - 2,0 mm oder mehr) und der Faserdicke kann eine samtweiche bis harte Oberfläche erzielt werden. Der Flock kann aus Baumwolle, Kunstseide, Polyamid, Polyester oder Acryl sein, wobei Polyamid (Nylon/Perlon) auf Grund seiner guten Eigenschaften das am häufigsten eingesetzte Material ist, das auch bei Reithelmen oder der Autoinnenausstattung verwendet wird. Seit kurzer Zeit gibt es auch Beflockung auf Porzellan und Glasartikeln.
Beim zweiten, bekannteren Verfahren wird das Motiv mit Hilfe eines Plotters aus einer Folie geschnitten, welche mittels starkem Druck und großer Hitze auf das Werbemittel, meist Sporttrikots, übertragen wird. Die Folie ist bereits fertig beflockt und auf der Rückseite mit einer Klebefläche versehen. Diese Variante ist besonders für kleine Werbeartikel-Auflagen interessant.
Der Flockdruck eignet sich besonders für Beschriftungen von großen klaren Motiven und Buchstaben und Zahlen sowie zum Druck grafischer Motive mit einheitlichen Farbflächen, z.B. Logos. Allerdings ist dieses Verfahren für den Druck von Farbverläufen oder Bildreproduktionen mit vielen unterschiedlichen Farbnuancen leider nicht geeignet.
Flockdruck bietet eine sehr gute Druckqualität, Haptik und wird auch als Kombination Textildruck/Flockdruck angeboten. Außerdem zeichnet den Flockdruck auf Werbe-Textilien eine hohe Waschbeständigkeit aus und der Einsatz bei kleinen Stückzahlen.
Siebdruck/Schablonendruck: Hier muss für jede Druckfarbe ein Sieb angefertigt werden, was vergleichsweise hohe Fixkosten verursacht. Es kann prinzipiell mit jeder Farbe gedruckt werden; zur Verringerung der Anzahl von Farben lassen sich Farbabstufungen auch durch Rasterung erzeugen. So können auch fotoartige Druckvorlagen mit Farbverläufen im Siebdruck realisiert werden. Beim Textil-Siebdruck könne keine feinen Raster gedruckt werden. Hierbei wird eher der Textil-Offset-Transferdruck angewendet.
Wesentliches Merkmal des Siebdruckverfahrens im Textildruck: Der Stoff wird direkt mit der Farbe/Farbpaste bedruckt. Bei dunklen Materialen werden die Werbe-Textilien mit einer weißen Farbe unterlegt und dann mit der gewünschten Pantone- oder HKS-Farbe darüber bedruckt. Dies bedeutet einen zusätzlichen kompletten Textil-Druckgang mit Zwischentrocknen. Die Druckgröße richtet sich nach dem Druckkarussel und den Druck-Sieben, ist aber in der Regel bis zu A3 machbar. Ein großer Vorteil bei diesem Druckverfahren ist, dass die Textilien bedruckt werden können, bevor sie zusammengenäht werden (diese Technik ist ab einer Auflage von 300 Stück möglich). So erreicht man sensationelle Druckergebnisse und modische Akzente im textilen Werbedruck.
Thermosublimationsdruck: Speziell für weiße Polyester-Textilien sowie Funktions-Textilien und Funktions-Material einzusetzen. Der Stoff wird indirekt bedruckt, das Motiv wird entweder mit vierfarbig beschichteten Sublimations-Farbbändern oder mit Sublimations-Inkjet-Tinten ausgedruckt. Die Drucke werden mit Transferpressen bei 170°C- 200°C auf Polyesterstoffe übertragen. Die Farben sublimieren gasförmig in die heiße Polyesterfaser, daher ist das Motiv kaum spürbar. Die Waschfestigkeit des Aufdrucks ist höher als die des verarbeiteten Textils. Die Farbanzahl ist nicht beschränkt, Fotodruck ist möglich. Es können nur spezielle Textilarten bedruckt werden, abhängig vom Polyester-Anteil. Je nach Tinte und Ausdrucksoftware werden die Drucke intensiv farbrichtig oder flau. Bekannte Einsatzgebiete für Sublimationsdruck bei Werbe-Textilien sind Sport-Shirts/Trikots. Diese können vollflächig mit Produktphotos oder Werbepartner- und Sponsoren-Logos 4-farbig bedruckt werden. Der Sublimationsdruck ist aber natürlich auch in anderen Bereichen einsetzbar, und das bereits ab 1 Stück. Darüber hinaus gibt es Namensschilder oder Applikationen für Sportsponsoring entweder als gekettelte Sublimationslabel oder heiß geschnitten zum Aufbügeln; diese Label sind die absolut Industriewäsche-tauglich. Bei kleinen Auflagen schlagen sich allerdings die Fixkosten für die Datenbearbeitung zu Buche.
Für textile Werbemittel gibt es auch noch weitere Möglichkeiten der Werbe- und Logoanbringung:
Textil-Laser-Cut-Applikationen,
und Flock-Kombinationen,
, Textil-Relief-Druck, Textil-Schaum-Druck und Textil-Duft-Druck.
Diese speziellen Arten der Werbeanbringung bei Textilien erklären wir Ihnen gerne bei einem persönlichen Gespräch.






NEWSWEEK 2012
