zuletzt aktualisiert: 23. Oktober 2024

Bewusstere Entscheidungen im Alltag können an vielen Stellen ansetzen: beim Einkaufen, bei der Wahl des Verkehrsmittels, beim Umgang mit Kleidung oder bei Lebensmitteln. Dabei muss nicht alles auf einmal verändert werden. Schon einzelne Maßnahmen wie Reparieren statt Neukaufen, Mehrweg statt Einweg oder kürzere Wege mit dem Fahrrad können den eigenen Konsum und Ressourcenverbrauch beeinflussen.
In diesem Ratgeber zeigen wir praktische Möglichkeiten, die sich Schritt für Schritt in den Alltag integrieren lassen.
Bewusster Konsum und ein sorgfältiger Umgang mit Ressourcen lassen sich in vielen Bereichen des Alltags berücksichtigen – von der Mobilität über Einkäufe bis hin zu Kleidung und Lebensmitteln. Dabei müssen Gewohnheiten nicht von heute auf morgen vollständig verändert werden. Oft lassen sich einzelne Maßnahmen schrittweise in den Alltag integrieren.
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Konsum vieler Produkte zugenommen. Wer bewusster einkaufen möchte, kann zunächst prüfen, ob vorhandene Gegenstände weiterverwendet oder repariert werden können, bevor etwas Neues gekauft wird.
Beim Einkauf können wiederverwendbare Taschen eine praktische Alternative zu Einwegtaschen sein. Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf konkrete Materialeigenschaften und Zertifizierungen. Je nach Produkt können beispielsweise Fairtrade-zertifizierte Baumwolle, zertifizierte Bio-Baumwolle oder ein ausgewiesener Anteil an Recyclingmaterial angegeben sein.
Entscheidend ist außerdem die tatsächliche Nutzung: Eine vorhandene Tasche möglichst häufig weiterzuverwenden kann sinnvoller sein, als regelmäßig neue Taschen anzuschaffen.
Wie eine individuell bedruckte Tasche aus 100 % Fairtrade-zertifizierter Baumwolle umgesetzt werden kann, zeigt eine unserer zahlreichen Kundenreferenzen.
Für viele Wege im Alltag wird das Auto genutzt. Je nach Strecke und persönlicher Situation kommen jedoch auch andere Möglichkeiten infrage. Fahrgemeinschaften können beispielsweise die Zahl einzelner Autofahrten reduzieren. Für andere Strecken können öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden.
Kurze Wege lassen sich – sofern Strecke und persönliche Situation es erlauben – auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen.
Auch bei Kleidung kann sich vor einem Neukauf die Frage lohnen, ob vorhandene Stücke repariert, angepasst oder länger genutzt werden können. Kleidungsstücke, die nicht mehr getragen werden, können beispielsweise weitergegeben, verkauft oder getauscht werden. Auch Upcycling bietet eine Möglichkeit, vorhandene Textilien für andere Zwecke weiterzuverwenden.
Beim Neukauf können bei Textilien und Accessoires konkrete Materialangaben und anerkannte Zertifizierungen zusätzliche Orientierung bieten. Je nach Produkt können beispielsweise zertifizierte Bio-Fasern beispielsweise bei Logo-Socken, ein ausgewiesener Recyclinganteil oder bestimmte Textilstandards angegeben sein. Dabei lohnt sich ein Blick darauf, welche Anforderungen das jeweilige Siegel tatsächlich überprüft. Auch konkrete Pflege- und Nutzungseigenschaften können bei der Produktauswahl eine Rolle spielen, wie unsere Referenz mit einem bei 60 °C waschbaren T-Shirt für Crew und Merchandise zeigt.
Falls Sie die Kleidung aus anderen Gründen nicht mehr tragen möchten, sind Flohmärkte, Secondhandläden oder Kleidertausch-Partys die optimale Lösung, um Kleidung zu verkaufen und neue Stücke zu finden. Für diejenigen, die gebrauchte Ware meiden, lohnt es sich, Marken und Hersteller zu recherchieren, um bewusster einzukaufen. Hierbei sollte man als Käufer auf entsprechende Siegel und Zertifikate achten, z. B. GOTS, Grüner Knopf oder Fairtrade, welche im Kapitel „6. Welche Siegel bedeuten was?“ näher erläutert werden.
Auch bei Lebensmitteln können Herkunft, Saison und Produktauswahl berücksichtigt werden. Wer saisonal einkaufen möchte, kann sich beispielsweise daran orientieren, welche Obst- und Gemüsesorten zu welcher Jahreszeit in Deutschland geerntet oder als Lagerware angeboten werden.
Auch der Anteil pflanzlicher Lebensmittel kann bei der persönlichen Lebensmittelauswahl berücksichtigt werden. Wer geeigneten Platz zur Verfügung hat, kann Kräuter, Gemüse oder Obst außerdem selbst anbauen.
Auch bei Speisen und Getränken unterwegs kann Mehrweg eine Rolle spielen. Wiederverwendbare Trinkflaschen, Lunchboxen oder Becher sind für die mehrfache Nutzung vorgesehen und können Einwegprodukte ersetzen.
Frühling (März-Mai):
Gemüse:
Artischocke, Champignon, Chinakohl, Erbse, Fenchel, Frühlingzwiebel, Knollensellerie, Kürbis, Pastinake, Porree/Lauch, Radieschen, Rettich, Salatgurke, Spargel, Spinat, Süßkartoffel, Weißkohl, Zuckerschote
Obst:
Erdbeere, Holunderblüte, Pfirsich, Rhabarber
Sommer (Juni -August):
Gemüse:
Artischocke, Aubergine, Blumenkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Champignon, Chinakohl, Erbse, Fenchel, Frühlingzwiebel, Kürbis, Mais, Pastinake, Pfifferling, Porree/Lauch, Radieschen, Rettich, Salatgurke, Schalotte, Spargel, Spinat, Staudensellerie, Steinpilz, Süßkartoffel, Tomate, Weißkohl, Zucchini, Zuckerschote
Obst:
Aprikose, Brombeere, Erdbeere, Hagebutte, Heidelbeere, Himbeere, Johannisbeere, Kirsche, Maulbeere, Mirabelle, Nektarine, Pfirsich, Pflaume, Rhabarber, Stachelbeere, Walnuss, Weintraube, Zwetschge
Herbst (September-November):
Gemüse:
Artischocke, Aubergine, Blumenkohl, grüne Bohnen, Brokkoli, Champignon, Chinakohl, Erbse, Fenchel, Frühlingzwiebel, Grünkohl, Knollensellerie, Kürbis, Mais, Meerrettich, Paprika, Pastinake, Pfifferling, Porree/Lauch, Rettich, Schalotte, Spinat, Staudensellerie, Steinpilz, Süßkartoffel, Tomate, Weißkohl, Zucchini
Obst:
Aprikose, Brombeere, Hagebutte, Haselnuss, Heidelbeere, Holunderbeere, Kirsche, Marone, Mirabelle, Pfirsich, Pflaume, Quitte, Schlehe, Walnuss, Weintraube
Winter (Dezember -Februar):
Gemüse:
Butternut-Kürbis, Champignon, Chinakohl, Grünkohl, Knollensellerie, Kürbis, Meerrettich, Paprika, Pastinake, Porree/Lauch, Rettich, Rosenkohl, Süßkartoffel, Weißkohl
Obst:
Hagebutte, Haselnuss, Marone, Quitte, Schlehe, Walnuss, Weintraube, Zwetschge
Ganzjährig saisonale Produkte:
Gemüse
Kartoffeln: Diese sind das ganze Jahr über als Lagerware erhältlich.
Karotten: Auch Karotten können gut gelagert werden und sind daher ganzjährig verfügbar.
Zwiebeln: Zwiebeln sind ebenfalls das ganze Jahr über erhältlich.
Kohl: Verschiedene Kohlsorten wie Weißkohl und Rotkohl sind gut lagerfähig.
Rote Bete: Diese Wurzelgemüseart ist ebenfalls ganzjährig verfügbar.
Diese Lagerware ermöglicht es, auch außerhalb der Erntesaison auf frische Produkte zurückzugreifen.
Obst
Äpfel: Dank Lagerungstechniken sind Äpfel fast das ganze Jahr über verfügbar.
Birnen: Ähnlich wie Äpfel können auch Birnen gut gelagert werden.
Siegel und Zertifizierungen können zusätzliche Informationen zu bestimmten Produkteigenschaften oder Herstellungsanforderungen geben. Sie unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich ihrer Kriterien, Produktgruppen und Prüfverfahren. Deshalb sollte immer betrachtet werden, wofür das jeweilige Zeichen konkret steht.
Demeter: Kennzeichnet Erzeugnisse, die nach den Richtlinien des Demeter-Verbandes für biologisch-dynamische Landwirtschaft erzeugt und verarbeitet werden.
Fairtrade: Das Fairtrade-System definiert soziale, wirtschaftliche und teilweise ökologische Anforderungen für bestimmte Lieferketten. Je nach Produkt gelten unter anderem Vorgaben zu Handelsbedingungen, Mindestpreisen oder Fairtrade-Prämien.
Naturland: Gehört zu den wichtigsten Bio-Zertifizierungen, hier sollen bei Anbau und Verarbeitung von Nahrungsmitteln hohe ökologische Standards gesetzt werden, bedeutet: Ausschluss von Kinderarbeit oder die Wahrung der Menschenrechte bei der Produktion.
Blauer Engel: Das Umweltzeichen kennzeichnet Produkte und Dienstleistungen, die die für ihre jeweilige Produktgruppe festgelegten Vergabekriterien erfüllen.
EU-Bio-Siegel: Das deutsche Bio-Siegel kennzeichnet in der EU vorverpackte Produkte mit biologischem Anbau, wobei unter anderem die Angabe des Ursprungs sowie der landwirtschaftlichen Zutaten erfolgen muss.
GOTS (Global Organic Textile Standard): Dieses Siegel gilt als weltweit führender Textilverarbeitungsstandard für Bio-Fasern, die Non-Profit-Organisation bezieht sich bei dem unabhängigen und transparenten Zertifizierungsprozess auf soziale und ökologische Kriterien
Grüner Knopf: Das staatliche Siegel für nachhaltige Textilien prüft die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in Lieferketten der Unternehmen, außerdem müssen die Produkte sozial und ökologisch hergestellt sein, um das Emblem zu erlangen
Letzten Endes gilt es zu wissen, dass ein Produkt mit Siegel in jedem Fall besser ist als eines ohne. Allerdings sollte auch hier alles mit Vorsicht genossen werden, denn es gibt einige Siegel, die nicht das sind, was sie zu sein scheinen.
Durch die getrennte Sammlung können geeignete Abfälle unterschiedlichen Verwertungswegen zugeführt werden. Dazu gehören beispielsweise Papier, Altglas oder bestimmte Verpackungen. Voraussetzung ist, dass die jeweiligen Abfälle korrekt getrennt werden.
Welche Abfälle in welche Tonne gehören, kann sich regional unterscheiden. Bei Unsicherheit lohnt sich deshalb ein Blick auf die Vorgaben des zuständigen örtlichen Entsorgers.
Hier finden Sie die Mülltrennungs-Tabelle:
Restmüll Tonne: Abdeckfolien, Asche, Besteck, Einwegrasierer, Fotos, Frittierfett, Geschirr/Keramik, Glühbirnen, Hygieneartikel, Kosmetik, Lumpen, Medikamente, Scherben, Speisereste, Staubsaugerbeutel, Steingut, Zigarettenkippen, …
Keine: Elektroschrott, Batterien, Schadstoffe, Energiesparlampen
Gelber Sack: Alu, Blister, Dosen, Einweggeschirr, Kronkorken, Pflanztöpfe, Schraubdeckel, Saftkarton, Styropor, …
Keine: Metall/Plastik die keine Verpackungen sind
Papier: Briefe, Brötchentüten, Proschüre, Bücher, Eierkarton, Geschenkpapier, Prospekte, Zeitungen, …
Keine: Beschichtetes Papier, Fotopapier, stark verschmutztes Papier
Biotonne: Eierschalen, Essensreste, Federn, Haare, Kaffeesatz, Teebeutel, Pflanzen, Zweige, …
Altglas: Glas nach Farben sortiert (weiß, braun, grün + alle anderen Farben), Flakons, …
Keine: Fensterglas, Glühbirne, Keramik, Spiegel, Steingut
Bewusstere Entscheidungen im Alltag können sehr unterschiedlich aussehen. Produkte länger zu nutzen, Einweg zu vermeiden, auf konkrete Materialangaben und Zertifizierungen zu achten oder Lebensmittel bewusster auszuwählen sind einige mögliche Ansatzpunkte. Entscheidend ist, die jeweilige Eigenschaft oder Maßnahme konkret zu betrachten, statt Produkte oder Verhaltensweisen pauschal zu bewerten.
Auch bei Werbeartikeln mit Umweltbezug kommt es deshalb auf konkrete Angaben an. Materialien, Recyclinganteile, Zertifizierungen oder Mehrwegeigenschaften sollten nachvollziehbar ausgewiesen werden.
