zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2026
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Nachhaltige Werbemittel beginnen bei einer transparenten Lieferkette. Genau hier setzt das Lieferkettengesetz an. Dadurch wissen Unternehmen, woher ihre Waren, Rohstoffe oder Vorprodukte kommen, welche sozialen oder ökologischen Themen damit verbunden sein können und wie sie damit umgehen.
In Deutschland gilt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz seit dem 1. Januar 2023; seit dem 1. Januar 2024 betrifft es Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Kleine und mittlere Unternehmen sind nicht unmittelbar betroffen, können aber als Zulieferer Anfragen von größeren Kunden erhalten.
| Ebene | Worum geht es? | Wen betrifft es? | Was ist zu tun? |
|---|---|---|---|
| DE: LkSG | Unternehmen sollen einen Prozess zur Achtung von Menschenrechten im eigenen Geschäftsbereich und bei Zulieferern einführen.
| Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden mit Sitz in DE. | Sie führen einen Prozess zur unternehmerischen Sorgfalt ein. Dazu gehören: Risiken erkennen, Erwartungen an Lieferanten formulieren, geeignete Maßnahmen festlegen, Hinweise ermöglichen und die Schritte dokumentieren. Die IHK München beschreibt das deutsche Lieferkettengesetz als Bemühenspflicht, nicht als Erfolgspflicht. |
| EU: Lieferkettenrichtlinien | Nachhaltigkeitspflichten entlang der Wertschöpfungskette, nach einem risikobasierten Ansatz. | Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und über 1,5 Mrd. Euro weltweitem Nettoumsatz | Nach aktuellem Stand Unternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden und über 1,5 Mrd. Euro weltweitem Nettoumsatz. Sie betrachten Nachhaltigkeitspflichten entlang der Wertschöpfungskette. Der Ansatz ist risikobasiert: Unternehmen starten dort, wo konkrete Themen erkennbar sind, und bearbeiten diese Schritt für Schritt. |
In der Praxis können kleinere Unternehmen trotzdem mit dem Thema in Berührung kommen: etwa dann, wenn größere Kunden Informationen zu Materialien, Herkunft, Produktionswegen oder Lieferantenstandards anfragen. Daraus entsteht keine automatische gesetzliche Verantwortung. Vielmehr gehört es zu einer transparenten, partnerschaftlichen Zusammenarbeit entlang der Lieferkette.
| Frage | Gute Vorbereitung |
|---|---|
| Woher kommt ein Produkt? | Herkunft und Lieferweg kennen. |
| Aus welchem Material besteht das Produkt? | Materialangaben bereit halten. |
| Gibt es nachhaltigere Alternativen? | Passende Werbemittelvorschlagen. |
| Welche Erwartungen hat der Kunde? | Offen und klar kommunizieren. |
| Was kann realistisch zugesagt werden? | Sauber prüfen, dann verbindlich antworten. |
Wichtig für Lieferanten
Wenn Sie Lieferant sind und keine 1.000+ Mitarbeitenden haben, werden Sie dadurch nicht automatisch selbst LkSG-pflichtig.
Was passieren kann:
Ihr großer Kunde fragt Informationen ab.
Ihr großer Kunde schickt einen Verhaltenskodex.
Ihr großer Kunde möchte bestimmte Vereinbarungen in den Vertrag aufnehmen.
Ihr großer Kunde bittet um Angaben zu Menschenrechts- oder
Nachhaltigkeitsthemen.
Das ist eine Einbindung in die Lieferkette aber keine automatische Übertragung der gesetzlichen Verantwortung.
Die IHK München sagt dazu klar: Verpflichtete Unternehmen dürfen ihre Pflichten nicht auf Zulieferer abwälzen. Sie dürfen also nicht einfach verlangen, dass ein Zulieferer eine eigene Risikoanalyse nach LkSG durchführt oder pauschal zusichert, dass es in seiner Lieferkette keine menschenrechtlichen Probleme gibt
Lerche unterstützt Sie also dabei, passende zertifizierte Werbemittel bewusst auszuwählen und das verständlich mit Blick für das, was Ihr Unternehmen wirklich benötigt.
Nicht mit komplizierten Paragrafen. Sondern mit klaren Fragen:
- Welches Produkt passt?
- Welches Material überzeugt?
- Welche Alternative
ist langlebiger, nachhaltiger oder besser erklärbar?
So wird aus dem Lieferkettenthema ein praktischer Vorteil im Einkauf.
Sie haben keine Lust alle Schritte durchzuarbeiten? Melden Sie sich bei unseren Experten!
| Schritt | Einfach erklärt |
|---|---|
| Überblick verschaffen | Welche Werbemittel werden eingekauft? Welche Materialien, Produkte und Lieferanten sind zu prüfen? |
| Erwartungen klären | Welche Sozial- und Umweltstandards sind mir wichtig? Ein Lieferantenkodex kann Orientierung geben. |
| Kommunizieren | Gute Lieferketten entstehen durch klare Gespräche. Fragen Sie nach. |
| Werbemittel wählen | Nachhaltige Werbeartikel, langlebige Produkte und transparente Lieferanten stärken die Beschaffung. |
| Optimieren | Kleine, klare Schritte wirken besser als große Worte. |
